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Archiv für Juni, 2009

Aufspiela beim Wirt

29. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der Arbeitskreis Volksmusik des Landesmusikrates Baden-Württemberg startete bereits 2007 ein interessantes Musik-Projekt:

Das spontane Singen und Musizieren ohne Anlass ist immer seltener zu hören. Zudem haben die meisten Blasmusikkapellen und Chöre eigene Räumlichkeiten für Probenzwecke errichtet und sind nicht mehr auf das Wirtshaus angewiesen. Die Folge: Lautsprecher mit Musik aus der Konserve haben die musikalische Hoheit über das Gasthaus übernommen. Das soll nun anders werden!

Der zentralen Lage entsprechend waren und sind die Gasthäuser ein Treffpunkt aller Schichten, ein Kernpunkt der großen und kleineren Gemeinschaften; ein Ort, der traditionellerweise nicht nur Durst stillt und Gaumenfreuden beschert, sondern auch zur Geselligkeit animiert. Das Wirtshaus war auch stets Umschlagplatz für Lied- und Musikgut. Insofern ist es die „Hochschule der Volksmusik“.

Der Arbeitskreis Volksmusik des Landesmusikrates startete 2007 ein Projekt, das in anderen Regionen bereits erfolgreich läuft. „Aufspiela beim Wirt“ soll musikantenfreundliche Gasthäuser und gasthausfreundliche Volksmusikanten zusammenführen. Viele Musikanten suchen immer wieder nach Möglichkeiten ohne Bühne und Konzertcharakter aufspielen zu können. Der geeignetste Platz dafür ist das Wirtshaus – ehemals kommunikativer Dorfmittelpunkt. Deshalb wollen wir mit dieser Aktion Wirte und Musikanten zusammenführen.

Das zentrale Anliegen dieser Aktion ist das freie, aus der Emotion geborene Singen und Musizieren zur eigenen Unterhaltung und Entfaltung in der Gemeinschaft mit den Gästen.
[…]

Links:
Projekt „Aufspiela beim Wirt“
Landesmusikrat Baden-Württemberg e.V.
Artikel der Stuttgarter Zeitung

Rezept Gaisburger Marsch

27. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Zutaten für die Brühe:
2 lt. Wasser
ca. 600 g Rindfleisch
3 Knochen
Salz
Suppengrün
1 mittelgroße Sellerie
3 Karotten
1 Stange Lauch
Petersilie
geriebener Muskat

Zutaten für den Spätzleteig:
250 g Mehl
3 Eier
Salz
Wasser oder Milch

Zutaten für den Eintopf:
1 große Zwiebel
Pfefferkörner
350 g Kartoffeln
2 EL Butter

Zubereitung:
Mit den 2 Liter Wasser, dem Suppengrün, Sellerie, Karotten, Fleisch, Knochen usw. eine Fleischbrühe machen. Salzen nicht vergessen. Einmal aufkochen, dann mindestens 2 Stunden köcheln lassen, je länger umso besser.
Kartoffeln und evtl. weitere Karotten schälen und würfeln.
Fleisch aus der Brühe nehmen und auf einen Teller legen, die Brühe absieben, wieder aufkochen und die Kartoffeln darin gar kochen.
Spätzle kochen, auf einem Sieb abtropfen lassen. Fleisch würfeln und mit den Spätzle zu den Kartoffeln in die Brühe geben.
Kurz vor Schluss noch Zwiebel in Scheiben schneiden und die Ringe in Butter goldbraun braten. Das Gericht wird mit den gebräunten Zwiebeln und gehackter Petersilie serviert.

Alles klar?
Abschmecken mit Muskat, Salz, Pfeffer usw. natürlich nicht vergessen!

Die ganze Wahrheit über den Gaisburger Marsch

27. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 25.06.2009

Wie ist das Gericht zu seinem Namen gekommen?
Die ganze Wahrheit über den Gaisburger Marsch

Stuttgart – Kartoffelschnitz und Spätzle, Böckinger Feldg’schrei, Verheierte – der Gaisburger Marsch hat viele Namen. Wirklich durchgesetzt hat sich aber nur einer – eben der nach dem Stuttgarter Stadtteil im Stadtbezirk Ost. Tatsächlich ist der Eintopf das einzige Stuttgarter Gericht, das nicht nur in ganz Baden-Württemberg, sondern weit darüber hinaus bekannt ist.

[…], Gaisburger Marsch ist das Lieblingsgericht von Bundespräsident Horst Köhler und von Harald Wohlfahrt, dem anerkannt besten Koch Deutschlands. Der bayerische Sternekoch Alfons Schuhbeck hat ebenso ein Gaisburger-Marsch-Rezept kreiert wie Alfred Biolek, der bekannte Stuttgarter Sternekoch Vincent Klink kann gleich eine ganze Reihe von Marsch-Rezepten bieten, sogar eines mit gebratenen Hasenfilets.[…]

Es gibt mindestens sieben Legenden zur Entstehung des Gaisburger Marsches, die mehr oder weniger verbreitet sind, sei es in Büchern, im Internet oder einfach in den Erzählungen Gaisburger Ur-Einwohner. […]

Der Marsch der Soldaten ist eine der am weitesten verbreiteten Gaisburger-Marsch-Geschichten. Danach hatten Anfang des 20. Jahrhunderts junge Offiziersanwärter aus der nahen Bergkaserne gewisse Privilegien. Eines war, dass sie vor der ungeliebten, nur schwer genießbaren Mannschaftsverpflegung, flüchten durften. Deswegen, so die Legende, formierten sie sich jeden Mittag zum Marsch ins nahe Gaisburg, wo in der Bäckerschmide an der Schurwaldstraße ein kräftiger, wohlschmeckender Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln serviert wurde.

[…]Der Begriff Gaisburger Marsch erscheint in gedruckter Form erstmals in einem Kochbuch aus dem Jahr 1935, damals als Zusatz zu Kartoffelschnitz und Spätzle. In diesem Zusammenhang hat zum Beispiel auch die Stuttgarter Wirtin Erika Wilhelmer (Stäffele, Ampulle) vergeblich in ihrer Sammlung von mehr als 1000 zum Teil sehr alten Kochbüchern nach dem Gaisburger Marsch vor dieser Zeit gesucht.

[…]Gaisburger Marsch. Auf den Spuren des legendären Eintopfs. Ausstellung im Muse-O, Gablenberger Hauptstraße 130, 70186 Stuttgart, von 27. Juni bis Ende September 2009; geöffnet Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 13 bis 18 Uhr, sonst während der Öffnungszeiten des Museumscafés (Schlüssel an der Theke). Eintritt 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei.

Homepage Muse-O
Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 25.06.2009

cleveres Bahnfahren auf schwäbisch

27. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Drei Schwaben und drei Badener fahren mit dem selben Zug.
Während die drei Badener sich am Schalter ganz ordentlich drei Fahrkarten kaufen, erstehen die drei Schwaben nur ein Ticket.

Die drei Badener setzen sich ins Abteil, der Schaffner kontrolliert sie auch und knipst die Fahrkarten ab.
Die Schwaben gehen alle drei auf eine Toilette und verriegeln die Tür. Der Schaffner klopft an die Tür: „Fahrkartenkontrolle!“
Die drei Schwaben schieben ihre Fahrkarte unter der Tür durch und der Schaffner schiebt den abgeknipsten Fahrausweis wieder zurück.
Am Zielort angekommen, verlassen alle sechs Fahrgäste fröhlich den Zug.

Die Badener haben die Szene wohl beobachtet und – clever wie sie nun mal sind – ihre Erkenntnisse daraus gezogen.

Wie es der Zufall will, fahren die sechs Baden-Württemberger wenige Tage später wieder mit dem selben Zug .
Dieses mal kaufen die drei Badener nur eine Fahrkarte, die drei Schwaben aber kaufen überhaupt kein Ticket.

Die drei Badener steigen in den Zug, ziehen sich sofort auf eine Toilette zurück und verriegeln die Tür.
Die drei Schwaben besteigen den Zug jedoch erst im letzten Moment und kaum ist der Zug losgefahren, klopfen sie an die Tür der Toilette, die von den Badenern besetzt ist.
Einer ruft wie ein Schaffner: „Fahrkartenkontrolle.“
Gehorsam schieben die drei Badener ihren Fahrausweis unter der Toilettentür durch.
Die drei Schwaben nehmen die Fahrkarte – und schließen sich damit auf der nächsten Toilette ein.

Das nennt sich cleveres Bahnfahren auf schwäbisch!

Quelle: unbekannt, kam per E-Mail

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Funktion des „Sprachenbeauftragten“ der deutschen Länder

26. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der Landtagsabgeordnete, Noch-Oberbürgermeister von Horb am Neckar und künftige Europaabgeordnete Michael Theurer hat eine brutal spannende Anfrage im Landtag von Baden-Württemberg gestellt:

Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 14 / 4531
14. Wahlperiode
Mündliche Anfragen zur Fragestunde in der 69. Plenarsitzung vom 18. Juni 2009

Anfrage des Abg. Michael Theurer FDP/DVP
Eingang: 15. 06. 2009

Funktion des „Sprachenbeauftragten“ der deutschen Länder
In welchem Zusammenhang steht die Ausübung der Funktion
des „Sprachenbeauftragten“ der deutschen Länder
durch Baden-Württemberg mit der Werbekampagne des
Landes „Wir können alles außer Hochdeutsch“?

Die Antwort kennen wir noch nicht, da das Protokoll noch nicht online ist…
aber wir sind gespannt…

Heilix Blechle, das war net schlecht

20. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Badische Zeitung, 18. Juni 2009

Sparsam, schaffig, bruttlig, maulfaul: Dieses Klischeebild des typischen Schwaben hält sich hartnäckig in den Köpfen. An Witzen über schwäbischen Geiz und die „Schaffe, schaffe, Häusle baue“-Mentalität fehlt es auch nicht. „Über Baden lacht die Sonne, über Württemberg die ganze Welt“ ist nur einer von vielen Sprüchen über die „schwierige Beziehungskiste“ zwischen Badenern und Schwaben. Da kommt der Abend mit Journalistenlegende Ulrich Kienzle und dem Musiktrio „Die Frotzler“ in der Rheinfelder Kabarettreihe im Bürgersaal genau richtig, um das schiefe Bild vom hässlichen Schwaben gerade zu rücken und tiefer in Geschichte, Seele und Charakter des Menschenschlags im Musterländle zu blicken.

[…]. Kienzles humoristisches Schwabenkabarett beginnt schon bei der schwäbischen Mundart und der besonderen Grammatik, die kein Nicht-Schwabe versteht. Es heißt zwar „der Butter“, aber „das Mensch“ – so nannte man unseriöse Frauenzimmer wie Mätressen und Kurtisanen. Auch über den „analen und fäkalen Charakter“ des schwäbischen Witzes lässt sich Kienzle dezidiert aus. So ist „Arschloch“ im Schwäbischen keine Beleidigung. […].

kompletter Artikel mit Bild bei der Badischen Zeitung

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Unterschied zwischen einem Bayern-Fan und einem weißen Hemd

19. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Heue Morgen habe ich im Radio (SWR 3) den folgenden Witz gehört:

Was ist der Unterschied zwischen einem Bayern-Fan und einem weißen Hemd?
Mit einem weißen Hemd kann man sich überall sehen lassen…

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Die Welt auf Schwäbisch – ab jetzt als Serie im TV

19. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Der SWR macht ernst:

 Es begann als witzige Produktion fürs Internet, jetzt ist eine Reihe für die Landesschau daraus geworden: Die Welt auf Schwäbisch – Synchron-Comedy von Dominik Kuhn.
Ab Freitag jede Woche in der Landesschau.

Ab dem 19. Juni 2009 jeden Freitag zwei Minuten Dodokays „Die Welt auf Schwäbisch“ so gegen 19 Uhr in der SWR Landesschau (mit Sommerpause), bevor dann im Herbst / Winter die „große“ Serie mit sechs Folgen á 30 Minuten kommt!
Infos unter http://www.dodokay.com
Ansonschten: http://twitter.com/dodokay

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Mir gebet nix

15. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ein Schwabe stürzt auf einer Bergtour in den Hochalpen in eine Gletscherspalte.
Glücklicherweise beobachtet ein Skiläufer den Unfall und alarmiert die Bergwacht.
15 Minuten später schwebt ein Helikopter über der Spalte und der Notarzt ruft übers Magaphon: „Hallo, hier ist das Rote Kreuz!“
Kommt es von unten schwach zurück: „Mir gebet nix!“

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Unterschied zwischen einem Schwaben und einem Hamburger?

12. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Was ist Unterschied zwischen einem Schwaben und einem Hamburger?

Der Hamburger sagt: „Schiff ahoi!“
Der Schwabe: „Hoi, a Schiff!“

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