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Archiv für Juli, 2009

Ein Trinkspruch zum Abend

31. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Schwätz, was wahr isch,
iss, was gar isch,
trink, was klar isch!

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Gottes schönste Gabe…

29. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Gottes schönste Gabe –
ist der Schwabe.

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Spitz bzw. Schbitz oder doch Seggl bzw. Daggl???

21. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Was ist ein Spitz???

Der Spitz ist ein Hund. Da sind wir uns einig.
Aber ist der schwäbische Schbitz ein Seggl oder Daggl, wie es im Wörterbuch von altwuerttemberg.de steht?? Ist ein Schbitz nicht eher ein „henderfozichs Cleverle“???

Wahrscheinlich ist es heute einfach zu warm…

Hier noch die Gedanken von Joe Bauer zum Spitz.

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Gangsta-Rap auf schwäbisch

17. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Zwei Schwaben rappen zu „Without Me“ von Eminem.

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Ein guter Most heilt jeden Schmerz

13. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ein guter Most heilt jeden Schmerz,
er ist des Schwaben Perle.
Der Wein erfreut des Menschen Herz,
d’r Most da ganza Kerle.

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Kein Weindorf mehr in Hamburg?

9. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Bild Hamburg, 29.06.2009

Schafft das Weindorf ab!
Über den Rathausmarkt weht wieder der Duft von Maultaschen und Weinseligkeit. Seit dem Wochenende kredenzen die Wirte des Stuttgarter Weindorfs wieder über 100 badische und württembergische Tropfen, dazu lokale Spezialitäten.
Offiziell schwärmen die Politiker vom Weindorf vorm Rathaus – doch hinter den Kulissen wird heftig diskutiert. Kritiker wollen das Traditionsfest abschaffen!
[…]
Thorsten Kausch, Geschäftsführer von Hamburg Marketing: „Aus Vermarktungssicht bringt das Weindorf unserer Stadt nichts. Wenn es nach uns geht, muss man prüfen, ob es nicht andere Veranstaltungen gibt, die eher auf einem so wichtigen Platz wie dem Rathausmarkt durchgeführt werden sollten, und ob Ort und Dauer noch richtig sind.“ Eine Studie habe ergeben, dass Bilder vom Hafengeburtstag, Weihnachtsmarkt oder Triathlon auch überregional Beachtung finden, die vom Weindorf hingegen kaum.
[…]

gesamter Bild-Artikel

Wer net will hot khet…

UPDATE 10.07.2009:
Stuttgarter Nachrichten, 10.07.2009: Hamburger Händler solidarisch mit Laubenwirten

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Für Bauern und für Könige

9. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Tagesspiegel vom 10.07.2009

Für Bauern und für Könige
Spätzle sind die Essenz der schwäbischen Küchentradition – unsere Probierrunde fand die besten

Mit der Krise rücken wieder Küchen in den Blick, die bodenständig sind, ohne simpel zu sein, zugleich aber auch variantenreich, ohne dass man ihnen gleich Extravaganz vorzuwerfen hätte. Die schwäbische ist dafür das beste Beispiel. Im Laufe der Jahrhunderte entstand zwischen den ärmlichen Äckern der Schwäbischen Alb und dem pietistisch-sparsamen Alt-Württemberg eine Kochtradition, die dem allfälligen Mangel mit Witz begegnete; andererseits führte die Viehwirtschaft Oberschwabens zu einem besonderen Umgang mit magerem Fleisch. Die an Kreuzungspunkten von Handelsstraßen gelegenen Reichsstädte Augsburg, Biberach, Ravensburg und Ulm importierten zudem mediterrane Ideen.

Deshalb ist der schwäbischen Küche vieles mit der oberitalienischen gemeinsam. Nicht nur der Maultaschen und Bubespitzle wegen, deren Verwandtschaft mit Ravioli und Gnocchi ohnehin auf der Hand liegt, sondern auch auf Grund ihrer Improvisationsfreude. Inbegriff dieses Speiseplans sind die Spätzle, Spatzen oder Knöpfle (die entweder ins Kochwasser geschabt, gepresst oder gehobelt werden). Ohne den Vergleich zu strapazieren, stellen sie so etwas wie Urspaghetti dar. Denn vor der industriellen Fertigung haben die Teigfäden bestimmt nicht viel anders ausgesehen als eben Spätzle. Mit den venezianischen Bigoli beispielsweise haben sie auch jenseits der Alpen überlebt.
[…]

weiter im Artikel beim Tagesspiegel

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Ludwig Uhland: Schwäbische Kunde

8. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ludwig Uhland
Schwäbische Kunde

Als Kaiser Rotbart lobesam
zum heil’gen Land gezogen kam,
da mußt‘ er mit dem frommen Heer
durch ein Gebirge wüst und leer.

Daselbst erhob sich große Not.
Viel Steine gab’s und wenig Brot.
Und mancher deutsche Reitersmann
Hat dort den Trunk sich abgetan.

Den Pferden ward so schwach im Magen,
fast mußt der Reiter die Mähre tragen.

Nun war ein Herr aus Schwabenland,
von hohem Wuchs und starker Hand.
Des Rößlein war so krank und schwach,
er zog es nur am Zaume nach.

Er hätt‘ es nimmer aufgegeben,
und kostet’s ihn das eig’ne Leben.
So blieb er bald ein gutes Stück
hinter dem Heereszug zurück.

Da sprengten plötzlich in die Quer
fünfzig türkische Reiter daher!
Die huben an, auf ihn zu schießen
nach ihm zu werfen mit den Spießen.

Der wackre Schwabe forcht‘ sich nit,
ging seines Weges Schritt vor Schritt,
ließ sich den Schild mit Pfeilen spicken
und tät nur spöttlich um sich blicken,

bis einer, dem die Zeit zu lang,
auf ihn den krummen Säbel schwang.

Da wallt dem Deutschen auch sein Blut.
Er trifft des Türken Pferd so gut,
er haut ihm ab mit einem Streich
die beiden Vorderfüß zugleich.

Als er das Tier zu Fall gebracht,
da faßt er erst sein Schwert mit Macht,
er schwingt es auf des Reiters Kopf,
haut durch bis auf den Sattelknopf,

haut auch den Sattel noch zu Stücken
und tief noch in des Pferdes Rücken.
Zur Rechten sah man wie zur Linken
einen halben Türken heruntersinken.

Da packt die andern kalter Graus,
sie fliehn in alle Welt hinaus,
und jedem ist’s, als würd ihm mitten
durch Kopf und Leib hindurchgeschnitten.

Drauf kam des Wegs ’ne Christenschar,
die auch zurückgeblieben war;
die sahen nun mit gutem Bedacht,
welch Arbeit unser Held gemacht.

Von denen hat’s der Kaiser vernommen,
der ließ den Schwaben vor sich kommen;
er sprach: „Sag an, mein Ritter wert!
Wer hat dich solche Streich gelehrt?“

Der Held besann sich nicht zu lang:
„Die Streiche sind bei uns im Schwang!
Sie sind bekannt im ganzen Reiche;
man nennt sie halt nur Schwabenstreiche!“

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Limo oder Spezi

7. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Vereinssitzung vom „SV 49“ im Adler in Leimerstetten diskutiert eine wichtige Frage: Soll beim nächsten Sommerfest Spezi oder Limo ausgeschenkt werden???

Das war die 1. Folge von „Die Welt auf Schwäbisch“,
jeden Freitag, 18.45 Uhr, Landesschau,
SWR Fernsehen in Baden-Württemberg

alle Folgen

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Die meisten Dialektsprecher leben im Süden

6. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Pressemitteilung des Institut für Deutsche Sprache, 17. Juni 2009

Deutsche lieben ihre Sprache
Die große Mehrheit der Deutschen empfindet Liebe und Stolz für die deutsche Sprache. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten, repräsentativen Studie zu Spracheinstellungen in Deutschland, die das Mannheimer Institut für Deutsche Sprache und der Lehrstuhl Sozialpsychologie der Universität Mannheim heute in Berlin veröffentlichten. […]

Mehr als die Hälfte aller Deutschen, nämlich 60%, sprechen einen Dialekt. Die meisten Dialektsprecher leben im Süden bzw. Südwesten Deutschlands und im Ostteil Berlins: Im Saarland sind es 94%, in Bayern und in Baden-Württemberg jeweils 86%, in Rheinland-Pfalz 75%. Mit 83% gehört auch der Ostteil Berlins zu einem der Gebiete mit dem höchsten Anteil an Dialektsprechern. Das Vorurteil, Dialekte seien ein Zeichen von niedrigem sozialen Status, konnte die Studie widerlegen: Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Dialektkompetenz und Bildungsgrad.

Am sympathischsten wird der norddeutsche Dialekt empfunden (24%), gefolgt von Bairisch (20%) und Alemannisch (13%). Nur eine Minderheit (9%) gibt an, keinen Dialekt zu mögen, und immerhin fast ein Drittel der Befragten findet keinen der deutschen Dialekte unsympathisch. […]

[…] Die Mehrheit der Befragten betrachtet die Entwicklung der deutschen Sprache mit gemischten Gefühlen oder sogar mit Sorge. Auf die Frage, ob die Veränderung der deutschen Sprache positiv oder negativ zu bewerten sei, antwortet mehr als die Hälfte der Befragten (53%) unentschieden. 30% sind der Ansicht, die Entwicklung sei „eher besorgniserregend“ oder „sehr besorgniserregend“. 16% der in Deutschland lebenden Bevölkerung findet die Veränderungen „eher erfreulich“ bzw. „sehr erfreulich“.  […]

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