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Archiv für die Kategorie ‘Essen’

So ein Bier

11. Februar 2011 Kommentare ausgeschaltet

S Hemd verkotzt
ond Hos verschisse,
vom letschte Obed nenz mai wisse,
d Stiage nuff uff älle Vier,
Stuagetter Hofbräu – So ein Bier!

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Kenner trinken Württemberger

13. August 2009 Kommentare ausgeschaltet

Richard Kenners Kopf kennt fast jeder. Die Württemberger Weinerzeuger sprechen sogar vom „Kennerkopf“. Erraten? Der 89-Jährige ist jener, der sein Konterfei dem Markenzeichen der Württembergischen Weingärtner-Genossenschaft lieh – und das bereits 1961.

Stuttgarter Nachrichten, 13.08.2009: Herr Kenner trinkt Württemberger

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Ein Trinkspruch zum Abend

31. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Schwätz, was wahr isch,
iss, was gar isch,
trink, was klar isch!

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Ein guter Most heilt jeden Schmerz

13. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Ein guter Most heilt jeden Schmerz,
er ist des Schwaben Perle.
Der Wein erfreut des Menschen Herz,
d’r Most da ganza Kerle.

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Für Bauern und für Könige

9. Juli 2009 Kommentare ausgeschaltet

Tagesspiegel vom 10.07.2009

Für Bauern und für Könige
Spätzle sind die Essenz der schwäbischen Küchentradition – unsere Probierrunde fand die besten

Mit der Krise rücken wieder Küchen in den Blick, die bodenständig sind, ohne simpel zu sein, zugleich aber auch variantenreich, ohne dass man ihnen gleich Extravaganz vorzuwerfen hätte. Die schwäbische ist dafür das beste Beispiel. Im Laufe der Jahrhunderte entstand zwischen den ärmlichen Äckern der Schwäbischen Alb und dem pietistisch-sparsamen Alt-Württemberg eine Kochtradition, die dem allfälligen Mangel mit Witz begegnete; andererseits führte die Viehwirtschaft Oberschwabens zu einem besonderen Umgang mit magerem Fleisch. Die an Kreuzungspunkten von Handelsstraßen gelegenen Reichsstädte Augsburg, Biberach, Ravensburg und Ulm importierten zudem mediterrane Ideen.

Deshalb ist der schwäbischen Küche vieles mit der oberitalienischen gemeinsam. Nicht nur der Maultaschen und Bubespitzle wegen, deren Verwandtschaft mit Ravioli und Gnocchi ohnehin auf der Hand liegt, sondern auch auf Grund ihrer Improvisationsfreude. Inbegriff dieses Speiseplans sind die Spätzle, Spatzen oder Knöpfle (die entweder ins Kochwasser geschabt, gepresst oder gehobelt werden). Ohne den Vergleich zu strapazieren, stellen sie so etwas wie Urspaghetti dar. Denn vor der industriellen Fertigung haben die Teigfäden bestimmt nicht viel anders ausgesehen als eben Spätzle. Mit den venezianischen Bigoli beispielsweise haben sie auch jenseits der Alpen überlebt.
[…]

weiter im Artikel beim Tagesspiegel

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Rezept Gaisburger Marsch

27. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Zutaten für die Brühe:
2 lt. Wasser
ca. 600 g Rindfleisch
3 Knochen
Salz
Suppengrün
1 mittelgroße Sellerie
3 Karotten
1 Stange Lauch
Petersilie
geriebener Muskat

Zutaten für den Spätzleteig:
250 g Mehl
3 Eier
Salz
Wasser oder Milch

Zutaten für den Eintopf:
1 große Zwiebel
Pfefferkörner
350 g Kartoffeln
2 EL Butter

Zubereitung:
Mit den 2 Liter Wasser, dem Suppengrün, Sellerie, Karotten, Fleisch, Knochen usw. eine Fleischbrühe machen. Salzen nicht vergessen. Einmal aufkochen, dann mindestens 2 Stunden köcheln lassen, je länger umso besser.
Kartoffeln und evtl. weitere Karotten schälen und würfeln.
Fleisch aus der Brühe nehmen und auf einen Teller legen, die Brühe absieben, wieder aufkochen und die Kartoffeln darin gar kochen.
Spätzle kochen, auf einem Sieb abtropfen lassen. Fleisch würfeln und mit den Spätzle zu den Kartoffeln in die Brühe geben.
Kurz vor Schluss noch Zwiebel in Scheiben schneiden und die Ringe in Butter goldbraun braten. Das Gericht wird mit den gebräunten Zwiebeln und gehackter Petersilie serviert.

Alles klar?
Abschmecken mit Muskat, Salz, Pfeffer usw. natürlich nicht vergessen!

Die ganze Wahrheit über den Gaisburger Marsch

27. Juni 2009 Kommentare ausgeschaltet

Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 25.06.2009

Wie ist das Gericht zu seinem Namen gekommen?
Die ganze Wahrheit über den Gaisburger Marsch

Stuttgart – Kartoffelschnitz und Spätzle, Böckinger Feldg’schrei, Verheierte – der Gaisburger Marsch hat viele Namen. Wirklich durchgesetzt hat sich aber nur einer – eben der nach dem Stuttgarter Stadtteil im Stadtbezirk Ost. Tatsächlich ist der Eintopf das einzige Stuttgarter Gericht, das nicht nur in ganz Baden-Württemberg, sondern weit darüber hinaus bekannt ist.

[…], Gaisburger Marsch ist das Lieblingsgericht von Bundespräsident Horst Köhler und von Harald Wohlfahrt, dem anerkannt besten Koch Deutschlands. Der bayerische Sternekoch Alfons Schuhbeck hat ebenso ein Gaisburger-Marsch-Rezept kreiert wie Alfred Biolek, der bekannte Stuttgarter Sternekoch Vincent Klink kann gleich eine ganze Reihe von Marsch-Rezepten bieten, sogar eines mit gebratenen Hasenfilets.[…]

Es gibt mindestens sieben Legenden zur Entstehung des Gaisburger Marsches, die mehr oder weniger verbreitet sind, sei es in Büchern, im Internet oder einfach in den Erzählungen Gaisburger Ur-Einwohner. […]

Der Marsch der Soldaten ist eine der am weitesten verbreiteten Gaisburger-Marsch-Geschichten. Danach hatten Anfang des 20. Jahrhunderts junge Offiziersanwärter aus der nahen Bergkaserne gewisse Privilegien. Eines war, dass sie vor der ungeliebten, nur schwer genießbaren Mannschaftsverpflegung, flüchten durften. Deswegen, so die Legende, formierten sie sich jeden Mittag zum Marsch ins nahe Gaisburg, wo in der Bäckerschmide an der Schurwaldstraße ein kräftiger, wohlschmeckender Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln serviert wurde.

[…]Der Begriff Gaisburger Marsch erscheint in gedruckter Form erstmals in einem Kochbuch aus dem Jahr 1935, damals als Zusatz zu Kartoffelschnitz und Spätzle. In diesem Zusammenhang hat zum Beispiel auch die Stuttgarter Wirtin Erika Wilhelmer (Stäffele, Ampulle) vergeblich in ihrer Sammlung von mehr als 1000 zum Teil sehr alten Kochbüchern nach dem Gaisburger Marsch vor dieser Zeit gesucht.

[…]Gaisburger Marsch. Auf den Spuren des legendären Eintopfs. Ausstellung im Muse-O, Gablenberger Hauptstraße 130, 70186 Stuttgart, von 27. Juni bis Ende September 2009; geöffnet Samstag 14 bis 18 Uhr, Sonntag 13 bis 18 Uhr, sonst während der Öffnungszeiten des Museumscafés (Schlüssel an der Theke). Eintritt 2 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren frei.

Homepage Muse-O
Artikel der Stuttgarter Zeitung vom 25.06.2009

Herrgottsbscheisserle

10. April 2009 Kommentare ausgeschaltet

Maultaschen – ein typisches Gründonnerstags- und Karfreitagsessen, vor allem im Schwäbischen.

Und warum heißen die leckeren Dinger eingentlich „Herrgottsbscheißerle“?

Bei den Katholiken ist es in der Fastenzeit und vor allem dann am Karfreitag eigentlich streng verboten Fleisch zu essen.
Auch wenn der liebe Gott das Fleisch nicht sehen kann???
Die Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn haben (angeblich) damit angefangen, das Fleisch in Kombination mit Spinat und Kräutern in einem Nudelmantel vor dem Herrgott zu verstecken.
Seither haben die Maultaschen den Beinamen „Herrgottsbscheißerle“…

Wikipedia: Maultasche